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Funken, Feuerwerk und Bengalo beim Häsabstauben

In Fellbach sind die Narren wieder auf dem Weg, die Macht zu ergreifen. Den ersten Auftritt von den Hasträgern die zum Fellbacher Carneval Club (FCC) gehören, hat es schon gegeben und dieser wurde sehr effektvoll inszeniert. Wie es in einem Bericht heißt: „“D“r Wende“ von den Altbacher Neck“r Hexa ond Deifl ließ seine Peitsche knallen.“ Aber es hat den wilden Wende aus Altbach und auch die First Guggaband oder auch der laute Schreckschuss haben die Weingeister hervorgelockt. Daraufhin musste Peter Notter, Feuerwerk-Fachmann, Heuler, Batterie Raketen und Böller zünden. Dies geschah am Fuß des Kappelbergs, der in den Weibergen liegt. Zunftmeister vom FCC sagt: „Dort wohnen sie, seitdem der Kappelberg von Menschenhand aufgefüllt wurde“.

Die Weingeister sind am 06.01.2011, dem Dreikönigstag, zwischen den Funken spritzenden Bengalos und mit eigenen Fackeln bewaffnet durch die Rebreihen zu der neuen Kelter gestapft. Hier warteten schon fast 400 Zuschauer, die sich zum Häsabstauben getroffen hatten. Wie der Zunftmeister mitteilte, werden es wohl immer mehr Zuschauer.

Fast wäre das ganze Häsabstauben sogar zu einer einzigen Rutschpartie geworden. Der Parkplatz war nämlich am Abend zuvor noch eine Schlittschuhbahn. Nur durch Räumen und streuen, sowie dem Tauwetter, war es möglich, hier überhaupt alles glattgehen zu lassen.

In die Gemeinde der Narren sind fünf Hästräger neu hinzugekommen. Es ist eigentlich eine kleine närrische Gemeinde, denn sie besteht aus nur 90 Mitgliedern. Bei der Narrentaufe waren natürlich auch Keltermäusle Ramona I. sowie Oberbacchus Erich I. anwesend. Zelebriert wurde das Ganze im Flaschenlager von der neuen Kelte zelebriert. Hier wurde natürlich auch gefeiert und Vertreter von der Rheinischen Prinzengarde Düsseldorf haben ein Fass hereingerollt. Trotz, dass es so eng war, haben die FCC-Prinzenarde, die Weingeister und die Männergarde Spätburgunder Platz zum Tanzen und Feiern gefunden. Bis Aschermittwoch ist es den Weingeistern nun wieder erlaubt, ihr Rebenblattkostüm mit der hölzernen Larve in der Öffentlichkeit zu tragen und hier Schabernack zu treiben. Wie der FCC-Pressesprecher Martin Thaler verkündete: „Wer auf dem Nachhauseweg noch Heilige Drei Könige sieht, kann ihnen sagen, sie können heimgehen, jetzt regieren wieder die Narren“.

Ja so schnell kann es gehen. Weihnachten, Silvester sind vorbei, das neue Jahr hat noch nicht einmal richtig begonnen und schon fängt die fünfte Jahreszeit wieder an. Ob überall so gebührend mit Feuerwerk und Bengalo Fackeln gefeiert wird, ist sicherlich fraglich, aber dennoch war es ein sehr interessantes und spektakuläres Ereignis, nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Zuschauer, die sich alles angeschaut haben.

Und wer weiß, vielleicht werden am Aschermittwoch auch wieder die Bengalo Fackeln herausgeholt und ein solches Spektakel veranstaltet, wenn es wieder darum geht, die fünfte Jahreszeit zu verabschieden. Schließlich müssen die Weingeister dann auch wieder ihre Kluften niederlegen und ein ganzes Jahr warten, bis sie wieder Unsinn machen dürfen.

Foto: spengemann / Pixelio