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Böller – die Knallkörper mit der extra Portion "Boom"


Böller sind für die einen einfach nur laut, störend und völlig unnötig und für die anderen eine wahre Faszination, die an Silvester auf gar keinen Fall fehlen darf. Das Wichtigste bei dem Zünden des Feuerwerksköpers ist das Ertönen des lauten Knalls. Erfahren Sie hier wissenswerte Infos über Knallkörper!

Wo kommt der Böller her?


Warum heißt der Böller eigentlich Böller? Jeder weiß, was mit Böller gemeint ist, jedoch stellt sich die Frage wie sich der Name vom bekannten Knallkörper etabliert hat. Die Erklärung ist überraschend einfach: Das Wort stammt aus dem Mittelhochdeutschen! Pöler oder auch Boler wurde eine Schleudermaschine bezeichnet und somit schließlich für Knallkörper verwendet, weil sie weggeschleudert werden, um gefahrenlos zu explodieren.

Der Ursprung des Feuerwerks findet sich bereits vor mehr als 1000 Jahren im alten China. Denn dort wurde die Wirkung von Schwarzpulver entdeckt und für die Entstehung von Raketen, Feuerwerke und Kriegsmittel verwendet. Es wird vermutet, dass sich die Feuerwerkskörper durch die damaligen Salutschüsse und kriegerischen Konflikte entwickelt haben. In den 60er Jahren erreichten schließlich die ersten Chinaböller deutschen Boden. Zuvor wurden bereits auch in Deutschland Knallkörper produziert.

Wie wird ein Böller gebaut?



Auch wenn die Geschichte von Böllern bis in die Vergangenheit reicht, hat sich am grundlegenden Aufbau des Feuerwerkskörpers nichts geändert. Das Außengehäuse des Böllers besteht aus geleimten Papier und beinhaltet im sogenannten Effektsatz Schwarzpulver (laut Deutschem Gesetz dürfen Sprengkörper der Kategorie F2 ausschließlich Schwarzpulver beinhalten). Andere Mischungen, die noch andere Chemikalien beinhalten, wie Aluminiumstaub oder Kaliumperchlorat, dürfen nur von fachkundigen Pyrotechnikern verwendet werden. Mit einer Zündschnur wird die nötige Energie direkt zum Schwarzpulver geleitet. Die Knallkörper werden gewöhnlich mit Lehm oder roter Tonerde in den Hohlräumen gefüllt, dies hat einen dämmenden Effekt.

Achten Sie auf die Prüfzeichen!


In Deutschland ist nur Feuerwerk zugelassen, das von der Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) geprüft wurde und mit einer Identifikationsnummer versehen ist. Diese Nummer kann unter www.bam.de überprüft werden.
Außerhalb der EU können andere Stoffe hinzugemischt werden, welches die Gefahr bei der Verwendung deutlich erhöht! Achten Sie deshalb immer auf die jeweiligen Kennzeichnungen, die sich auf den Böllern selbst befinden. Böller, die in der EU erlaubt sind, werden mit einer Registernummer, dem CE-Siegel, dem BAM-Prüfzeichen sowie der Kategoriezuordnung F2 ausgezeichnet. Sollten die Feuerwerkskörper nicht mit den zuvor genannten Prüfzeichen beschriftet sein, dürfen diese nicht gezündet werden! Die unbekannte Sprengkraft könnte scherwiegende Verletzungen nach sich ziehen.

Wie kommt der Knall zustande?


Es ist nicht etwa die Explosion des Schwarzpulvers für den Knall und das Zerbersten des Feuerwerkskörpers verantwortlich, sondern der Effekt wird durch den schnellen Druckanstieg durch die Verbrennung des Schwarzpulvers erzeugt. Schwarzpulver brennt vergleichsweise langsam ab und erreicht somit nie die Schallgrenze der Luft. Dies hat zur Folge, dass der Knall „weicher“ klingt als zum Beispiel ein Blitzknallsatz. Der deutsche Gesetzgeber wacht streng über die Lautstärke. Darum wurden Böller in zwei Klassen eingeteilt. Knallfrösche gehören zur Klasse 1. Sie dürfen in einem Meter Entfernung maximal 12 dB laut sein und schon ab dem 12. Lebensjahr benutzt werden. Böller der Klasse II sind nur ab dem 18. Lebensjahr erlaubt. Sie dürfen in acht Meter Entfernung noch maximal 12 dB erreichen.

Welche Arten von Böllern gibt es?


Die kleinsten Böller, umgangssprachlich als "Knallfrösche" bezeichnet, sind grün und hüpfen nach dem Anzünden mehrmals über den Boden. Wem das nicht reicht, der greift zu "Chinaböllern". Es gibt sie in verschiedenen Größenklassen. Am lautesten explodiert der "Kubische Kanonenschlag". Dabei handelt es sich um einen Knallkörper in Würfelform. Hier ein kleiner Überblick zu den unterschiedlichen Böllerarten.
Diese Böllerarten gibt es:

Zylindrischer Kanonenschlag

Der Kanonenschlag ist ein zylindrischer Zündkörper, der einen roten Knallkörper aus Pappe und Leim besitzt. Traditionell besitzen größere Kanonenschläger eine „Würgung“ im inneren Teil des Böllers, die für den berühmten lauten und tiefen Knall sorgen.

Kubischer Kanonenschlag

Dieser Böller zeichnet sich durch seinen gedrungenen Knallkörper aus, der in Würfelform hergestellt wird. Der besonders dumpfe Knall wird durch die spezielle Verarbeitung erzeugt. Der Würfel wird nämlich mit Hanfspagat bandagiert und geleimt.

Reibkopfböller

Die kleinen zylindrischen Knallkörper besitzen keine Zündschnur, sondern einen Reibkopf. Dieser wird durch das Reiben an einer Streichholzpackung oder speziellen Reibbrettern angezündet. Da sie eine geringe Schwarzpulverfüllung besitzen, ist der Knall deutlich geringer als bei den größeren Böllern.

Knallfrosch

Jeder kennt die gefalteten grünen Päckchen, in denen die Ladung in gleich mehrere Ladungen aufgeteilt wird und somit für eine extra Portion Knallspaß sorgen. Die Zündschnur verläuft durch die gesamte Kette, die zu einem kleinen Paket gefaltet wird und erreicht somit nach und nach alle „Ebenen“ der Ladung. Diese Konstruktion sorgt für die Namensgebung Knallfrosch. Denn das Päckchen springt wie ein Frosch umher.

Wann dürfen Böller gezündet werden?



Während Kracher der Klasse 1 ganzjährig verwendet werden können, sind Böller der Klasse II nur zu bestimmten Zeiten erlaubt. Geknallt werden darf nur zwischen 18 Uhr am Silvesterabend und 7 Uhr am Neujahrsmorgen. Wenn Sie auch zu privaten Feierlichkeiten unter dem Jahr Böller zünden möchten, benötigen Sie eine Feuerwerk-Genehmigung, die bei der Gemeinde abgegeben werden muss.