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Silvesterböller – ganzjährige Schmuggelware

In Geschäften dürfen die Raketen, Böller, Knaller und andere Feuerwerksartikel lediglich einige Tage vor Silvester verkauft werden, zumindest in Deutschland. In Polen hingegen ist das ganzjährig erlaubt, die pyrotechnischen Artikel zu verkaufen. Auf diesen Verkauf hat sich auch das Hauptzollamt in Frankfurt/Oder eingestellt.

Es werden ganzjährig Kontrollen durchgeführt, dafür gibt es keine besonderen Tage, wie ein Sprecher vom Hauptzollamt mitteilte.

Schon in Juli des letzten Jahres wurden etwa 120 Feuerwerksartikel beschlagnahmt, welche die Einkaufstouristen bei sich hatten. Die Kontrollen werden sowohl an den polnischen Grenzübergängen als auch im Hinterland durchgeführt. Es ist nämlich verboten, Knaller, Kracher und Raketen einzuführen, wenn diese nicht das Prüfsigel von der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung, kurz BAM, tragen und auch keinen deutschsprachigen Warnhinweis haben. Außerdem ist das Zünden von einem Feuerwerk, wenn nicht gerade Silvester ist, nur von Fachleuten oder mit Sondergenehmigung gestattet.

Insgesamt sind 2009 rund 6.000 Feuerwerkskörper illegal nach Deutschland eingeführt worden. Zu den Käufern gehören überwiegend junge Erwachsene und Jugendliche, welche sich den Risiken scheinbar nicht bewusst sind. Immer wieder warnt das Hauptzollamt vor den ungeprüften Artikeln aus Polen, denn diese sind sehr gefährlich.

Die Einfuhr ist ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetzt und all jene, die sich erwischen lassen, müssen mit Strafen rechnen. Ein solches Verfahren wird immer an die Staatsanwaltschaft übergeben, welche sich dann mit dem Fall auseinandersetzen muss und darüber entscheidet, ob ein Bußgeld, Verwarngeld oder sogar eine Freiheitsstrafe verhängt wird. Die Höhe der Strafgelder ist unterschiedlich und kann zwischen 5 und 140 Euro oder auch mehr liegen, was durch die eingeführte Menge entschieden wird.

Die Entsorgung der Blitzknaller, Raketen und Böller findet bei der Spreewerk Lübben GmbH, fachgerecht, statt.

Foto: Dennis Aldag / Pixelio