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Raketen und Böller zu Silvester doch zugelassen

In Bad Feilnbach scheint man das Abbrennen von Raketen und Böller an Silvester gar nicht gut zu finden. Die Brandgefahr und auch der Müll, der dabei entsteht, ist wieder einmal ein Thema geworden. Das Gremium hat schon einmal einen Antrag erhalten, dass das Abbrennen der Raketen und Böller verboten werden soll. Jetzt gab es einen ähnlichen Antrag. Sicherlich haben die Gemeinderäte schon in der Vergangenheit Verständnis gezeigt, aber es gibt keine Möglichkeiten ein Abbrennverbot für Raketen und Böller zu überwachen und kontrollieren.

Hans Hofer, Bürgermeister der Stadt sagt: „An dieser kaum realisierbaren Handhabe hat sich nichts geändert“. Die Polizei hat wenige Kapazitäten frei für solche Vorhaben. Der Rathauschef sagt weiterhin: „Ob mit einer solchen Verordnung Verwaltung und Polizei zusätzlich belastet werden sollen, oder ob es wichtigere beziehungsweise sicherheitsrechtlich brisantere Aufgaben gibt, gilt es zu bedenken“ und ist damit auf die Argumente eingegangen, die der Antragsteller vorbringt.

Hier ging es unter anderem um den Brandschutz, den Müll, den Ausstoß von CO2, den Tierschutz und auch „Spenden statt schießen“. Hofer stimmt zu, dass der Brandschutz sicherlich ein Faktor ist, aber dieser ist Pflichtaufgabe von der Kommune. Natürlich ist auch der Müll, der durch die Raketen und Böller entsteht, kein Zeugnis für den Kurort und auch der Aspekt des Tierschutzes ist verständlich. Dennoch sind das keine Aufgaben von der Gemeinde und selbst die Heimtierbesitzer beachten diesen nicht. Auf das Argument des CO2-Ausstoßes meinte Hofer lediglich, dass hier nur ein Appell an die Bürger gehen kann, aber die Gemeinde nichts anordnen könne.

Das Abbrennverbot kann nach der Sprengverordnung für den 31.12. und den 1.1. sowie allgemein angeordnet werden, damit die Raketen und Böller nicht nahe von brandempfindlichen Anlagen und Gebäuden gezündet werden. Der historische Stadtkern ist hier natürlich sehr brandempfindlich, ebenso wie landwirtschaftliche Gebäude.

Es gibt Teile in Landkreisgemeinden, in denen ein Abbrennverbot schon existiert. Hierzu gehören die Kommunen Samerberg, Rott, Stephanskirchen, Griesstätt, Flintsbach, Riederung, Neubeuern und Raubling.

Seit 1999 sind beim Ordnungsamt aber auch keine Vorfälle bekannt geworden, die im Zusammenhang mit Raketen und Böllern stehen. Und es gab auch wieder heftige Diskussionen. Nach diesen hat der Gemeinderat mit nur zwei Stimmen dagegen den Antrag auf das Abbrennverbot abgelehnt. Sicherlich wird man zum Ende des Jahres hin auf die rechtlichen Situationen hinweisen und auch die Bürger bitten, dass sie den Müll wieder zu entfernen haben. Zudem gehört das Silvesterfeuerwerk auch zu den Traditionen.

Ein jeder, der Raketen und Böller anzündet, muss dies mit Verantwortungsbewusstsein machen. Natürlich muss jeder mit Vorsicht seine Raketen zünden und vor allem sollten Eltern auch darauf achten, dass die Kinder nicht einfach nur die Feuerwerkskörper durch die Gegend werfen. Außerdem sollten die Eltern auch auf die Altersbegrenzungen auf den Feuerwerksartikeln achten.

Wer auch immer an Silvester Raketen und Böller zündet, muss die Gefahr kennen und trägt auch die Verantwortung, wenn es zu Unfällen kommt.