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Ostern ohne Feuerwerk – in vielen Orten undenkbar!

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAn den Osterfeiertagen steigen an vielen Orten Deutschlands Rauchsäulen in den Himmel. Es ist die Zeit der Osterfeuer, die eine lange Geschichte haben. Seit 1559 ist der weltweite Brauch der Osterfeuer belegt. Mancherorts werden Puppen oder Gegenstände in das Feuer geworfen, um die Verbrennung von Judas, dem Verräter Jesus Christus, zu symbolisieren. Eigentlich hat das Osterfeuer im Christentum aber eine andere Bedeutung. In der Osternacht wird lediglich ein kleines Feuer entfacht, um das sich die Gemeinde versammelt und an welchem schließlich vom Priester eine Kerze entzündet wird. Danach wird die Kerze geweiht und als Licht aus dem Dunkel der Kirche getragen. Die brennende Kerze stellt das Sinnbild von Christus als Licht der Welt dar. Einst folgte diesem Licht das Volk von Israel durch die Wüste und auf die gleiche Weise begleiteten die Gläubigen Jesus auf seinem Weg vom Tod zurück ins Leben.

Heute tritt der christliche Aspekt bei den Osterfeuern meist in den Hintergrund. Vielmehr sind die Osterfeuer eine Möglichkeit zum geselligen Zusammensein und schnell entwickelt sich daraus eine Veranstaltung mit Volksfestcharakter. Je nach Region werden die Osterfeuer an verschiedenen Tagen entfacht, am Karfreitag jedoch nicht. Der Karsamstag ist der beliebteste Tag für Osterfeuer, am Ostersonntag werden ebenfalls Feuer entfacht und am Ostermontag flammen die hoch aufgetürmten Holzstöße vor allem im Sauerland auf. Die Höhe des Feuers spielt eine große Rolle. Schließlich sollen die Flammen weithin sichtbar sein. Deshalb werden die Bewohner des jeweiligen Ortes oft im Vorfeld aufgefordert, Brennmaterial wie Baumschnitt und Holz an den Ort des Geschehens zu bringen oder die Jugend des Ortes übernimmt das Einsammeln des Brennmaterials.

Ein weiterer Osterbrauch sind brennende Osterräder. In Dolberg, einem Ortsteil von Ahlen in Westfalen, findet am diesjährigen Ostersonntag ein besonders feuriges Spektakel statt. Hier gibt es ein Osterfeuer, einen Osterräderlauf und ein Feuerwerk zu sehen. Beginn der von der Freiwilligen Feuerwehr und dem Heimatverein organisierten Veranstaltung ist um 18 Uhr. Wie in den vergangenen Jahren werden wieder mehrere tausend Gäste erwartet. Für 19 Uhr ist die Entzündung des traditionellen Osterfeuers vorgesehen. Mit Einbruch der Dunkelheit, etwa 21 Uhr, erfolgt der Start des Osterräderlaufs. Dabei rollen 13 brennende Holzräder den Halberg hinab. Den grandiosen Abschied des ohnehin bereits feurigen Abends bildet das Höhenfeuerwerk.

Im nordrhein-westfälischen Hagen wird zu Ehren des Osterfestes gleich eine Kirmes gefeiert und das bereits zum 54. Mal. Vom 19. bis 27. April wird der Otto-Ackermann-Platz auf dem Höing zum Festplatz mit Fahrattraktionen, diversen Festaktivitäten und gleichfalls einem Feuerwerk. Die Eröffnung der Hagener Osterkirmes erfolgt am 19. April um 14 Uhr durch den Freibierfassanstich vom Bürgermeister höchstpersönlich. Gleichzeitig wird der Rummel mit einer Happy Hour eröffnet. Jede Karussellfahrt kostet dann einen Euro. Den Höhepunkt am Freitag, dem 25. April, bildet „Höing in Flammen“. Damit ist das beliebte Höhenfeuerwerk gemeint, das gegen 21 Uhr entzündet werden soll. Vorbei ist die 54. Hagener Osterkirmes damit aber noch nicht. Bis zum 27. April hat die Kirmes täglich von 14 bis etwa 22 Uhr geöffnet. Fast zehn Tage lang wird in Hagen gefeiert. Da lohnt sich ein Besuch. Wer zu weit weg wohnt, hat aber bestimmt auch in seiner Umgebung die Möglichkeit, an einer Osterveranstaltung teilzunehmen.

Bildquelle: © kilroygraphics / Pixelio.de