FEUERWERK IM SHOP KAUFEN

SCHLAGWÖRTER

Seitenmenü:

SUCHE

KATEGORIEN

ARCHIV

Neueröffnung des Deutschen Spielzeugmuseums mit Konfetti und Zauberei

428443_web_R_K_by_Margot Kessler_pixelio.deMonatelang wurde hinter den verschlossenen Türen des Deutschen Spielzeugmuseums in Sonneberg gewerkelt. Die Räumlichkeiten wurden saniert und erweitert. Der Freistaat Thüringen sowie der Landkreis und die Stadt Sonneberg investierten allein vier Millionen Euro in den ersten Bauabschnitt. Zahlreiche weitere Förderer, Unterstützer und Spender gesellten sich hinzu, um das in die Jahre gekommene Museum zu modernisieren und im neuen Glanze erstrahlen zu lassen. Am 14. Juni 2014 ist es nun endlich soweit: Die älteste deutsche Spielzeugsammlung wird wieder für Besucher geöffnet. Ab 15 Uhr sind alle herzlich eingeladen, an der feierlichen Zeremonie teilzuhaben.

Der hochmoderne Anbau, der im Mittelpunkt des ersten Bauabschnitts stand, ist auch die neue Heimat der Schaugruppe „Thüringer Kirmes“. Es handelt sich dabei um eine preisgekrönte Weltausstellungsgruppe aus dem Jahre 1910. Mit ihr wird ein Kirchweihfest des 19. Jahrhunderts mithilfe von 67 lebensecht gestalteten Figuren nachgestellt. Während der Bauarbeiten im Museum wurde auch die Schaugruppe mit großem Aufwand restauriert. Möglich machten das die Einwohner aus Sonneberg und Umgebung. Sie spendeten und übernahmen Patenschaften, um den Fortbestand der Schaugruppe zu sichern. Aber das allein war nicht ausreichend. Damit die mittlerweile über 100 Jahre alten Figuren im Ausstellungsraum ideale Voraussetzungen für ein „langes Leben“ vorfinden, wurde ein Raum im Obergeschoss des Museums geschaffen, der höchsten klimatischen Anforderungen entspricht und so beschaffen ist, dass sowohl die Schaugruppe in ihrer ursprünglichen Größe und der früheren Anordnung als auch die Besucher der Ausstellung ausreichend Platz haben.

Neben dem Anbau wurde in einen neuen Servicetrakt und einen zeitgemäßen Museumsshop investiert. Der Neubau hat durch zwei Brücken einen direkten Anschluss an das historische Museumsgebäude und die ehemalige Handelsschule. Der gesamte öffentliche Bereich des Geländes ist nunmehr barrierefrei. Alle Geschossebenen sind problemlos erreichbar.

Das Museumsfoyer ist den beliebtesten Ausstellungsstücken vorbehalten. Hier stehen die mechanischen Werbefiguren, die aus der Zeit von 1890 bis 1920 stammen. Bevor der Besucher zum Rundgang aufbricht, bekommt er durch einen Einführungsfilm umfassende Informationen vermittelt. Auf eine große Leinwand werden Fotografien von Sonneberg um 1900 projiziert.

Mit der Neuerrichtung des Museumsgebäudes ging zugleich eine Überarbeitung der Ausstellung im historischen Museumsgebäude einher. Die Sanierung und Umgestaltung des Gebäudes ist erst für einen späteren Bauabschnitt vorgesehen, dennoch dürfen sich die Museumsgäste über einige Neuerungen freuen. Die dort befindliche Dauerausstellung wurde um einige Exponate ergänzt. Kinder und Erwachsene können sich nunmehr hautnah auf eine Zeitreise durch die Kulturgeschichte des Spielzeugs begeben. Gleich zwei Spielbereiche wurden dafür im Deutschen Spielzeugmuseum eingerichtet. Neu ist der von Hans Georg Kellner gestaltete Bereich „Kinder Kaos Kirmes“. Der von Renate Müller und Bernd Rückert konzipierte klassische Spielbereich ist zwar nicht neu, dafür gab es ein paar neue Spielobjekte.

Um 15.10 Uhr beginnt die Eröffnungsfeier im Außenbereich des Museums mit Roland Spielmanns Kinderzauberei, wo sicher auch Konfetti zum Einsatz kommen wird und strahlende Kinderaugen garantiert sind. Ab 15.30 Uhr wird dann das Museum für den Publikumsverkehr geöffnet. Bis 22 Uhr dürfen sich die Gäste auf ein abwechslungsreiches Programm freuen, das im Außen- und Innenbereich des Museums sowie im Festzelt auf dem Juttaplatz geboten wird. Konzerte und Theateraufführungen der einheimischen Schulen befassen sich mit der Geschichte des Spielzeugs und der Stadt Sonneberg. Sie geben dieser mit Gesang, Musik und Tanz einen nicht alltäglichen Rahmen. Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hat ebenfalls ihr Kommen angekündigt.

Bildquelle: © Margot Kessler / Pixelio.de