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Feuerwerk an Silvester – Freud und Leid des Autofahrers

625358_web_R_K_B_by_Norbert Enyegue_pixelio.deFreud und Leid liegen für den Autofahrer an Silvester nah beieinander. Einerseits möchte er sich am Feuerwerk zum Jahreswechsel erfreuen, andererseits muss er vielleicht sein Auto benutzen, um zum Veranstaltungsort des Silvesterfeuerwerks zu gelangen. Dieses steht dann am Straßenrand geparkt und ist schutzlos den Böllern ausgeliefert. Leider spielt am letzten Tag im Jahr auch der Alkohol eine große Rolle und da jener bekanntlich die Hemmschwelle erheblich herabsetzt, hat schon mancher Autofahrer bei der Rückkehr zu seinem Gefährt eine böse Überraschung erlebt. In der Silvesternacht kommt es häufig zu unbeabsichtigten oder mutwillig verursachten Schäden durch Feuerwerk. Das kann durch eine Rakete geschehen, die versehentlich unter dem Auto landet, oder aber mutwillig durch einen in den Auspuff gesteckten Böller. In jedem Falle ist bei einem Schaden guter Rat teuer.

Der TÜV Nord Mobilität empfiehlt als sichersten Ort an Silvester eine abgeschlossene Einzelgarage. Nicht jeder kann oder will auf eine solche zugreifen. Viele Autobesitzer müssen mit der Straße als Stellplatz für ihr Auto vorliebnehmen. Am Silvesterabend sollte man das Fahrzeug rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich bringen und abseits parken. Innenstädte sowie die unmittelbare Nähe zu Kneipen oder bekannten Szenetreffpunkten gehören zu den gefährlichsten Standorten. Man sollte das Parken dort vermeiden und lieber einen längeren Fußmarsch oder eine Taxifahrt in Kauf nehmen.

Aber nicht nur dem stehenden Fahrzeug ohne Insassen droht Gefahr. Fahrten in der Silvesternacht sind ebenfalls riskant. Zwar besteht kein direktes Risiko für die Insassen selbst, das Auto allerdings kann einige Schäden abbekommen, wenn es von Feiernden mit Böllern beworfen wird oder ein Querschläger unverhofft über die Straße fliegt. In dem Moment könnte sogar der Fahrer erschrecken und das Lenkrad verreißen. Also doch erhöhte Unfallgefahr. Glücklicherweise hinterlässt brennendes Feuerwerk am Autoblech nur Schmauchspuren, die sich leicht durch ein handelsübliches Poliermittel wieder entfernen lassen. Ausnahmen gibt es trotzdem: Wunderkerzen und Bengalos geben konzentriert Hitze ab, die so stark ist, dass tiefe Löcher im Lack entstehen können. Dann hilft nur noch eine Neulackierung.

Jeder Böller, jede Rakete und jede Wunderkerze, die mit dem Auto in Berührung kommen, stammen von einem Menschen. Ob absichtlich oder versehentlich, die Verursacher werden nur sehr selten gefunden. Somit bleibt der Fahrzeughalter auf den Kosten der Schadensbeseitigung sitzen, sofern er keine Kaskoversicherung besitzt. Wurde eine Teilkaskoversicherung abgeschlossen, tritt sie für Brandschäden am Fahrzeug durch explodierende Knaller ein, sofern der Schuldige nicht ausfindig gemacht wird. Auch beim Brand des Autos besteht Versicherungsschutz durch die Teilkasko. Bei Feuerwerksschäden durch Vandalismus ist die Vollkaskoversicherung der richtige Ansprechpartner. Besteht keine Kaskoversicherung, bleibt nichts anderes übrig, als die Ausbesserung der Schäden selbst zu zahlen oder künftig mit diesen das Auto zu fahren.

Um die Silvesterparty in vollen Zügen genießen zu können, empfiehlt es sich, auf das Auto zu verzichten und es an einem sicheren Ort abzustellen, bis der ganze Trubel vorüber ist. Vielleicht feiert man ja im eigenen Haus eine Party oder man ist bei Freunden eingeladen, die zu Fuß erreichbar sind? Möglicherweise lässt sich mit anderen Gästen zusammen ein Taxi mieten, um zur Feier und wieder nach Hause zu gelangen? Bestimmt lässt sich ein Weg finden, wie man ungestört das Neue Jahr begrüßen kann und sein Fahrzeug dabei in Sicherheit weiß.

Bildquelle: © Norbert Enyegue / Pixelio.de